Japanische Schlachtschiffe

Japanische Schlachtschiffe wurden durch das Washingtoner Abkommen teilweise limitiert.

Das Abkommen zwang die Entwickler dazu, mit unüblichen aber oft innovativen Ansätzen die Schlachtschiffe auszustatten. Dies führte zu Schiffen, die völlig unterschiedliche Charakteristiken aufweisen wie der schwerfälligen und langsamen Stufe III Kawachi, der schnellen und wendigen Stufe V Kongō oder der ausgewogenen Stufe VII Nagato.

Die Krone des Schlachtschiffbaums ist die höchst beeindruckende Stufe X Yamato.

 

Besonderheiten:

Japanische Schlachtschiffe besitzen meist die größten Kaliber und längsten Reichweiten ihrer Stufe. Durch die Nutzung des Reichweitenfliegers können sie sogar noch weiter feuern, um ungestraft Zerstörung auf ihrer Gegner regnen zu lassen. Viele der Schiffe sind schnell und wendig, dafür steht ihre Panzerung hinter der ihrer Kontrahenten zurück. Sie ist über das gesamte Schiff verteilt, was dazu führt, dass ihre Zitadellen nicht so gut gepanzert sind, dafür aber nur wenige „weiche“ Stellen vorhanden sind. Wie die Japanischen Kreuzer besitzen sie eine Flugabwehr, die für den Selbstschutz ganz OK ist. Um konzentrierte Luftangriffe des Gegners abzuwehren benötigen sie aber die Hilfe von verbündeten Schiffen, sonst stecken sie gut ein.

Japanische Schlachtschiffe haben darüber hinaus einen guten bis sehr guten Torpedoschutz, der den Schaden eines Torpedos gut und gerne um bis zu 40% reduzieren kann.

 

Liste der Japanischen Schlachtschiffe

Stufe

Schiff

Geschütze

Informationen


X

3x2 510 mm/45 Typ 98

(Spezialschiff) Dieses Projekt für ein Schlachtschiff (Design A-150) entwickelte Japan kurz vor seinem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Der Entwurf sah eine Hauptbatterie mit sechs 510-mm-Geschützen in drei Zwillingstürmen vor. Unter allen anderen Gesichtspunkten ähnelten die Eigenschaften dieses Schiffs denen der Schlachtschiffe der Yamato-Klasse.

X

3x3 460 mm/45 Typ 94

Das größte Kriegsschiff des Zweiten Weltkriegs und das größte Schlachtschiff der Welt. Die Yamato wurde entsprechend des Konzepts der Überlegenheit eines einzelnen Schiffes über jegliches andere Schlachtschiff eines potentiellen Gegners entwickelt. Ihre Geschütze besaßen eine überwältigende Feuerkraft. Das Schiff hatte eine extrem hohe Überlebensfähigkeit, dank zuverlässiger Panzerung und soliden Torpedoschutzes. Die Flugabwehrfähigkeiten der Yamato waren höchst effizient, da sie viele Fla-Geschütze hatte.

IX

3x3 460 mm/45 Typ 94

(Spezialschiff) Dieses Schlachtschiff der Yamato-Klasse war das einzige Schwesterschiff der Yamato, das in Dienst gestellt wurde. Wie die Yamato war die Musashi das größte Kriegsschiff des Zweiten Weltkriegs. Bei ihrer Fertigstellung trug sie im Gegensatz zu ihrem später modernisierten Schwesterschiff stärkere Sekundärbatteriegeschütze, aber schwächere Flugabwehr.

IX

3x3 410 mm/50 Jahr10 Typ

Ein Entwurfsmodell für ein „Superschlachtschiff“-Konzept, das vor dem Erscheinen der Schlachtschiffe der Yamato-Klasse stand. Dieses Modell hatte schwere Panzerung und ausreichend hohe Geschwindigkeit, ergänzt durch schlagkräftige Geschütze der Hauptbatterie, die unkonventionell in drei Türmen am Bug des Schiffes angeordnet waren.

VIII

5x2 410 mm/45 Typ 3

(Premiumschiff) Dieses Hochgeschwindigkeitsschlachtschiff wurde im Rahmen des Schiffsbauprogramms von 1920 geplant. Dieses Schiff ist eine Weiterentwicklung der Schlachtschiffe der Amagi-Klasse. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern, ist die Kii mit einem stärkeren Panzerschutz ausgestattet. Der Bau der Schlachtschiffe der Kii-Klasse wurde in Folge des Washingtoner Flottenabkommens von 1922 gestoppt.

VIII

5x2 410 mm/45 Typ 3

Dieses Schiff basiert auf dem Entwurf eines Schlachtkreuzers mit sehr schlagkräftiger Artillerie. Zudem ist die Panzerung der Amagi im Vergleich zu anderen Schlachtschiffen dieser Epoche stärker. Desweiteren konnte sie höhere Geschwindigkeiten erreichen.

VII

5x2 410 mm/45 Typ 3

(Premiunschiff)

VII

4x2 410 mm/45 Typ 3

Die Nagato war lange Zeit das weltweit stärkste Kriegsschiff der Kaiserlich Japanischen Marine. Sie hatte gute Panzerung und trug Hauptbatteriegeschütze des Kalibers 410 mm. In den 1930ern wurde das Schiff modernisiert und erhielt einen besseren Torpedoschutz.

VI

4x2 410 mm/45 Typ 3

(Premiumschiff) Viele Erfahrungen, die man im Ersten Weltkrieg gewonnen hat, flossen in dieses Schlachtschiff der Nagato-Klasse, das eines der ersten „schnellen“ Schlachtschiffe werden sollte. Der Panzerschutz des Schiffs war für damalige Verhältnisse sehr gut. Zusätzlich zur Hauptbewaffnung trug es Torpedowerfer.

VI

6x2 356 mm/45 Typ 41

Eines der mächtigsten Schlachtschiffe seiner Zeit. Bei ihrem Bau war die Fusō das größte Kriegsschiff der Welt. Sie hatte recht schlagkräftige Artillerie und halbwegs schwere Panzerung.

V

4x2 356 mm/45 Typ 41

Bei ihrer Indienststellung war die Kongō der fortschrittlichste Schlachtkreuzer der Welt. Sie war unter des ersten Schlachtkreuzern und Schlachtschiffen, die mit Hauptbatteriegeschützen des Kalibers 356 mm ausgerüstet wurden. Anders als vorhergehende Dreadnoughts erhielt die Kongō einen dünneren Panzergürtel, wobei die Deckpanzerung und der Torpedoschutz verstärkt wurden.

IV

5x2 305 mm/45 Mk10

Ein Entwurfsmodell eines Schlachtkreuzers der Kaiserlich Japanischen Marine, der sich später in der Kongō-Klasse manifestierte. Das Schiff hatte eine hohe Geschwindigkeit und eine eindrucksvolle Artillerie. Die Anordnung der Haupttürme erlaubte ihr, eine volle Breitseite mit allen Geschützen der Hauptbatterie abzufeuern. Hauptnachteil des Schiffsmodells war die schwache Horizontalpanzerung.

IV

3x2 356 mm/45 Typ 41

Ein Schlachtkreuzer mit sehr hoher Geschwindigkeit und relativ schwacher Panzerung, die für Schiffes dieses Typs üblich war. Diente als Prototyp für die Schlachtkreuzer der Kongō-Klasse.

III

6x2 305 mm/45 Typ 41

Der erste Dreadnought der Kaiserlich Japanischen Marine. Ausgerüstet mit einem extrem starken Panzergürtel. Die Feuerleitfähigkeiten der Kawachi waren durch die Vielzahl an verschiedenen Kalibern der zahlreichen Geschütze eingeschränkt. Wie auch andere Kriegsschiffe ihrer Zeit hatte die Kawachi unzureichende Horizontalpanzerung und nur schwachen Schutz vor Torpedos.

II

2x2 305 mm/40 Typ 41

(Premiumschiff) Das beste Geschwaderschlachtschiff der Kaiserlich Japanischen Marine während des Russisch-Japanischen Krieges. Das Schiff war ausgewogen und verfügte über sehr gute Bewaffnung, Panzerung und Geschwindigkeit für die damalige Zeit. Trotzdem war die Mikasa den nachfolgenden Schlachtschiffen der Dreadnought-Ära in vielerlei Hinsicht stark unterlegen.

Die Mikasa sank 1905 nach einer Magazin-Explosion, wurde jedoch gehoben, teilweise restauriert und ist heute als militärisches Museumsschiff in Yokosuka, Japan zu besichtigen und kann sogar bei Google Street View besichtigt werden.