Pan-Asia-Fraktion

Die Pan-Asia-Fraktion repräsentiert keine eigentliche Nation, sondern schließt Schiffe aus mehreren Nationen des asiatischen Raums zwischen dem Indischen Ozean und dem Pazifik ein. Schiffe fünf verschiedener Marinen gibt es aktuell in World of Warships: Volksrepublik China, die Republik China (Taiwan), die Republik Korea (Südkorea), die Republik Indonesien und das Königreich Thailand. Im Spiel fahren die Schiffe wahlweise mit den individuellen Flaggen der Nationen (siehe unten) anstelle der Panasiatischen Flagge.

 


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Offiziell im September 1950 gegründet, ging die „Marine der Volksbefreiungsarmee (PLAN)“ aus den Überresten der Chinesischen Marine nach dem chinesischen Bürgerkriegs hervor. Nominell war sie ein Zweig der Volksbefreidungsarmee, ihr untergeordneter Status gegenüber dem mächtig aufstampfenden Bruder führte zu schmerzhaften Differenzen.

Die frühe Expansion in den 1950er-Jahren war primär der Verdienst der gekauften Fregatten und Zerstörer der Sowjetrussischen Marine während die Volksrepublik China erst die Fähigkeiten zum Schiffsbau und dessen -design innerhalb der eigenen Grenzen erst aufbaute (mit Hilfe der Sowjets). Die PLAN blieb stark fokussier Chinas immer hervorstechendere Rolle in den – ebenfalls maritimen – Konflikten der Welt führten zu explosionsartigem Wachstum der Binnenmarine, welches bis heute anhält. Die PLAN betreibt mindestens einen modernen Flugzeugträger, den sie von der Marine der Russischen Föderation erworben haben und legen ein eigenes Programm auf um sie zu bauen. 1981 feuerten sie die erste ballistische Nuklearrakete von einem Unterseeboot ab und verbessern sich stetig im Design von Überwasserfahrzeugen und Unterseebooten.


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Die Wurzeln der „Marine der Republik China (ROCN)“ reichen zurück ins Jahr 1912 und der Gründung des Marineministeriums nach dem Fall der Quing-Dynastie und der folgenden Entstehung der Republik China. Die Marine blieb während des politischen Chaos in den Folgejahren bis ins die 1920er-Jahre loyal gegenüber dem Kuomintang-Regime und fokussierte sich auf Flusspatroullien und den Uferkampf. Ihr war bewusst, dass sie keine Chance gegen die Macht der Kaiserlich Japanischen Marine (IJN) auf See gehabt hätte.

Die spärlichen Kräfte wurden in den ersten Tagen des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1937 vernichtet, die ROCN verschwand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs von der Bildfläche. Durch die Übernahme demissionierter Schiffe von verbündeten Seestreitkräften und durch gekaperte Schiffe wurde sie wieder aufgebaut, allerdings auch wieder von der Innenpolitik dezimiert: Einige Einheiten liefen zu den kommunistischen Truppen während des Chinesischen Bürgerkriegs über, der 1946 ausbrach. Einheiten der ROCN waren beteiligt an der Evakuierung von über einer Million Flüchtlingen vom chinesischen Festland auf die Insel Taiwan, die nach der Niederlage der von Chiang Kai-shek angeführten Nationalisten gegen Mao Zedongs Kommunisten übersiedelten.

Zur Irritation der Volksrepublik China führte, dass westliche Marinestreitkräfte – wie die United States Navy – schnell Beziehungen mit den bewaffneten Kräften der Republik China im Exil aufnahmen und sie in den Jahrzehnten seitdem unterstützen. Der Transfer von Technologie und Material hielten die ROCN modern, auch weil man seit den frühen 1990er Jahren damit rechnete, dass die PLAN die Möglichkeit in Betracht ziehen würde, die Insel Taiwan zu blockieren. Den örtlichen Schiffbauern fehlte die Möglichkeit, Unterseeboote auszuliefern, dafür haben sie erfolgreich eine Mischung aus Fregatten, Korvetten und Patrouillenbooten in den Dienst der ROCN überstellt. In Kombination mit den gekauften Schiffen aus den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden ist die ROCN auch heute noch damit beschäftigt, in Küstenzonen zu patrouillieren und Anti-Blockade-Maßnahmen im Schatten einer expandieren Plan durchzuführen.


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Obwohl sie formell erst nach der Gründung der Republik Korea am 15. August 1948 aus der Taufe gehoben wurde, gibt es erste historische Spuren der modernen „Marine der Republik Korea (ROKN)“ schon in der Marineverteidigungsgruppe, die am 11. November 1945 nach dem Abzug der Japaner von der koreanischen Halbinsel, ihren Dienst aufnahm. Ursprünglich damit beauftragt in Küstenregionen zu patrouillieren, entwickelte sich die Gruppe weiter zur Koreanischen Küstenwache bevor sie schließlich in der ROKN aufging.

Die junge Marine hatte kaum Zeit sich zu entwickeln, bis sie sich schon im Korea-Krieg wiederfand, der 1950 ausbrach. Unterstützt durch Zukauf und Schenkungen von überzähligen Schiffen des zweiten Weltkriegs befreundeter Streitkräfte und durch die aktive Beteiligung der Seestreitkräfte der Mitgliederstaaten der Vereinten Nationen erwarb sich die ROKN schnell den Ruf aggressiv, effektiv und kompetent im Kampf zu sein. Der Waffenstillstand, der den Krieg drei Jahre später beendete, führte zu einem langen, unsteten Frieden zwischen der Republik Korea (Südkorea) auf der südlichen Halbinsel und der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) auf der Nordhälfte.

Seit Ende des Koreakrieges hat sich die ROKN darauf konzentriert, die Streitkräfte der Marine der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRKN) und ihre Möglichkeiten, die Küstenregionen zu versteigen, in Schach zu halten. Seit den späten 1970er Jahren half der Wachstum der Wirtschaft Südkoreas, die Schiffsbauindustrie auszubauen und die eigene Flotte durch Zerstörer, Fregatten und Korvetten wachsen zu lassen. Die moderne ROKN fährt damit fort, Abschreckungsmissionen durchzuführen, die nationalen Seerechte durchzusetzen und die Politik des Auslands (inklusive Embargos gegen Nordkorea) zu unterstützen. Im Rahmen ihrer Hauptaufgabe war sie an zahlreichen Friedensmissionen seit Beginn des 21. Jahrhunderts beteiligt.


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Die „Marine der Republik Indonesien („Tentara Nasional Indonesia-Angkatan Laut“, kurz TNI–AL)“ wurde am 10. September 1945 währen der ersten Tage des Indonesisches Unabhängigkeitskriegs gegründet und bestand vornehmlich aus indonesischen Seefahrern, die ihre Erfahrung in der Königlich Niederländischen oder der Kaiserlich Japanischen Marine gesammelt hatte. Verstärkt durch gekaperte japanische Schiffe gab es einige Gefechte mit der niederländischen Marine währen des vierjährigen Konflikts.

Das Ende der Revolution war der Anfang der Entwicklung der Indonesischen Marine zu einer modernen Seestreitmacht. Mit Einverständnis des “Runden Tisches” zwischen den Niederlanden und Indonesien 1949 wurde eine Vielzahl militärischer Ausrüstung und Marinebasen zur TNI-AL überstellt. Im folgenden Jahrzehnt baute die TNI-AL seine Stärken und Ressourcen aus. So organisierte sie sich in einige Flottenkräfte, gründete das Marinekorps („Korps Komando-Angkatan Laut“, kurz KKO-AL) und fokussierte sich auf die Militärs Marineluftfahrt. Der Zugriff auf marine Kampfausrüstung wuchs zudem in Masse und Umfang, nicht nur die Niederlande, auch andere Länder lieferten Material.

Parallel zu ihren wachsenden Fähigkeiten half die TNI-AL dabei, Myriaden von Seperatistenbewegungen in den 1950er-Jahren zurückzuschlagen. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hatte sich der Emporkömmling Indonesien weitgehend innerpolitisch stabilisiert und fand sich wieder im großen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, der die Welt in Atem hielt. Eine Vielzahl ehemaliger Schiffe der Sowjetrussischen Marine wurden von der TNI-AL übernommen, als die Nation engere Bande mit der Sowjetunion knüpfte. Diese wurden nach dem Staatsstreich 1965 noch intensiviert. Viele Jahre der politischen Unruhe führten zu einer demokratischeren Regierung, die sich politisch und ökonomisch weiter dem Westen (wie den U.S.A. und Großbritannien) zuwandte.

Die TNI-AL wurde signifikant in den 1980er Jahren modernisiert durch Raketenkreuzer und andere fortschrittliche Technologien fanden ins Arsenal. Aktuell unterhält Indonesien die größte Marine aller südostasiatischen Nationen und sie wird dafür geschätzt, dass sie moderne Raketenkreuzer und Unterseeboote durch Abkommen mit Südkorea fertigen kann.


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Im Anschluss an Konflikte mit dem Britischen Imperium und Frankreich – beides Länder, die Nachbarn besetzt hielten – begann Siam damit, sein Militär im späten 19. Jahrhundert neu zu strukturieren. Die „Königliche Thai Marine (RTN)“ wurde 1875 gegründet, auch wenn sie erst noch als Königlich Siamesische Marine bekannt war. Trotz königlicher Unterstützung besaß Siam bis zum Ende des ersten Weltkriegs keine modernen Kriegsschiffe bis Bürger Geld sammelten, damit König Mongkut einen Zerstörer der „R-Klasse“ – die HMS „Radiant“ – von der Royal Navy kaufen konnte. Im Zuge der Eingliederung wurde sie umbenannt in die RTNC „Phra Ruang“ und war das erste moderne Schiff, welches in der RTN seinen Dienst tat.

Später bestellte Siam bei japanischen Werften zwei Patrouillenboote, zwei Unterseeboote und mehrere Zerstörer. Diese Schiffe waren am Putsch 1932 beteiligt, der aus der absoluten Monarchie Siam die konstitutionelle Monarchie Thailand machte. Ebenfalls waren sie Teil des Französisch-Thailändischen-Kriegs, der 1940 Thailand ermöglichte, Gebiete vom gefallenen Frankreich zurückzuerobern, die während des 19. Jahrhunderts verloren gegangen waren. Das Endes des Französisch-Thailändischen-Kriegs wurde mit Japan als Mediator am 9. Mai 1941 durch ein in Tokio unterschriebenes Abkommen besiegelt. Knapp sieben Monate später marschierte Japan in Thailand ein und unterwarf es, die Regierung wurde dazu gezwungen, den Alliierten im Januar 1942 den Krieg zu erklären.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs im Sommer 1945 brachte große politische Unruhe nach Südostasien. Der Rückzug der Japaner und die Schwächung der europäischen Kolonialkräfte ermöglichte einige signifikante Führungsänderungen. Kommunistische Ideologien begannen sich, unterstützt von China und der Sowjetunion, auf der Indochinesischen Halbinsel auszubreiten. Mit Hilfe der Vereinigten Staaten – und dem königlichen Einfluss – schaffte es Thailand, sich diesem kommunistischen Einfluss zu entziehen und trat den Vereinten Nationen bei, die es ihren Streitkräften erlaubte, am Korea- und Vietnam-Krieg teilzunehmen (auf der Seite von Südkorea beziehungsweise Südvietnam).

Noch heute entwickelt sich die RTN weiter und ihr wird Beachtung geschenkt, weil sie die einzige Marine in Südostasien ist, die einen Flugzeugträger betreibt. Wie Taiwan ist auch Thailand in der Lage, mit seiner Schiffbauindustrie moderne Fregatten und Zerstörer zu bauen ohne sie aus dem Westen kaufen zu müssen.