Kreuzer der Royal Navy

Die Geschichte der Kreuzer in der Royal Navy ist von Innovation und ökonomischen Aspekten geprägt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besaß die Royal Navy vom Grundsatz her im Panzerkreuzern und im Aufklärungskreuzern zwei unterschiedliche Typen. Die schnell fortschreitende Technologie und konservative Ansätze der Marine führten dazu, dass es für beide Typen einige verschiedene Designs gab, schlussendlich fanden aber alle Schiffe ihren Platz in der Schlachtlinie (Panzerkreuzer) oder fungierten als „Augen der Flotte“ (teils im Verbund mit Zerstörern) in Form der Aufklärungskreuzer.

Im Jahr 1907 fand die Ära der Panzerkreuzer ihr Ende: Die Lehren, die aus der Schlacht von Tsushima gezogen worden waren sowie Konstruktion und Design der HMS „Dreadnought“ waren die Ursache. Für die Royal Navy war dies eine Zeit, in der noch mehr und noch schneller experimentiert wurde.

Unter der Führung von Sir John Fisher wurde die RN reformiert und neu bewaffnet, was die Zukunft und Entwicklung der Britischen Kreuzer massiv prägte. Fisher selbst war großer Unterstützer des „Panzerkreuzer-Ansatzes“; es manifestierte sich zusehends der Ansatz schnellere und kleinere Schiffe zu entwickeln.

Die Kreuzer, die zwischen Fertigstellung der HMS „Dreadnought“ und dem Ersten Weltkrieg gebaut wurden, waren robust, gut bewaffnet und gut darin, sich auf See zu behaupten im Vergleich zu ihren Gegenspielern der anderen Flotten. Die 152mm-Geschütze waren zu der Zeit die Standard-Bewaffnung der Britischen Kreuzer.

Ihren Dienst im Ersten Weltkrieg verrichteten die Kreuzer der Royal Navy weitgehend darin verbündete Schiffe zu beschützen, deutsche Kreuzer zu jagen, leichte Schiffe der deutschen Flotte anzugreifen und die traditionelle Rolle des Flottenaufklärers zu bekleiden.

Die Produktion erreichte ein Allzeithoch, bis zum Ende des Krieges 1918 wurden über 50 produziert – alle bedienten die Anforderung eines kleineren, schnelleren Designs.

Zwischen den Weltkriegen bestimmten Sparsamkeit und Restriktionen das Dasein der Royal Navy. Große Schulden bei den USA, eine große Anzahl an unterhaltungsbedürftigen Schiffen und fehlende ökonomische Erweiterungen führten dazu, dass das Vereinigte Königreich Großbritannien treibende Kraft hinter der Unterzeichnung des Washingtoner Abkommens 1922 war.

Die Kreuzerproduktion wurde ausgedünnt und die Prioritäten im Design wurden verschoben. Nun wurden Kreuzer gebraucht, die günstig produziert werden und unter jeglichen Wetterbedingungen operieren konnten. Zudem sollten sie günstig zu unterhalten sein aber viel aushalten können. Die Hauptbewaffnung sollte weiterhin die 152mm-Kanone sein mit Ausnahme der „Hawkins“-Klasse (die mit 190mm bewaffnet wurde).

Die Unterzeichnung des Londoner Vertrags 1930 führte zu weitreichenden Konsequenzen für das Kreuzerdesign auf der ganzen Welt. Kreuzer wurden nun anhand ihrer Hauptbewaffnung als „leicht” (bis zu einem Kaliber von 155mm) oder als „schwer” (über 155mm bis zu 203mm) eingestuft. Obwohl die Royal Navy ihr Design der „Hawkins“-Klasse mit 203mm-Kanonen zur „County“ weiter entwickelte, lag das Hauptaugenmerk auf den kleineren und günstigeren leichteren Kreuzern, die mit 133mm und 152mm ausgestattet wurden. Dies wurde während des Zweiten Weltkriegs beibehalten, so dass außer der „County“ und der „York“ keine weiteren Klassen gebaut wurden.

Der Zweite Weltkrieg wurde von den Kreuzern der Royal Navy weitgehend bestimmt, führten sie doch nahezu jegliche Art von Auftrag aus. Angefangen von bloßem Kanonenfeuer bis hin zum Schutz von Konvois leisteten sie auf jedem Ozean der Welt ihren Dienst. Flexibel und leistungsfähig brachten sich die Kreuzer der Briten und des Commonwealth in nahezu jede Operation ein wie der Versenkung der „Admiral Graf Spee“, der Verteidigung der Arktis-Konvois und dem Schutz der Flugzeugträgerverbände im Pazifik. Kanonenkreuzer waren im Dienst der Royal Navy enorm gefragt bis zum Ende des Krieges und darüber hinaus auch in der Zeit des Kalten Krieges. Der letzte dieser Art, die „Tiger“-Klasse , wurde erst in den 1970er Jahren außer Dienst gestellt.

Gameplay

Britische Kreuzer in World of Warships haben viel Ähnlichkeit zu den amerikanischen und deutschen Kreuzern durch ihrer Schnellfeuerkanonen, die in schnell drehenden Türmen untergebracht sind, auch wenn sie nur panzerbrechende Munition verwenden können (mit Ausnahme der „Belfast“).

Obwohl das Fehlen der Sprenggranaten ihre Wirkung auf schwer gepanzerte oder angewinkelte Schiffen reduziert, ist die panzerbrechende Munition besser als die der anderen Nationen, weil sie einen kürzeren Zünder besitzt und daher durchschlagen kann wenn andere Geschosse abprallen.

Zusätzlich fehlt den britischen Kreuzern ein Verbrauchsmaterial: Sie können defensives Flakfeuer nicht benutzen. Das bedeutet, dass sich die Kreuzer der Royal Navy mit roher Gewalt ihrer Kanonen gegen Luftangriffe verteidigen, was aber nicht so schlecht ist, wie es klingt: Ihre Flugabwehr-Feuerkraft kann mit der der amerikanischen Kreuzer mithalten und übertrifft sie sogar mit der „Neptune“ auf Stufe IX und der „Minotaur“ auf Stufe X.

Ihre Panzerung ist eher dünn und sie haben recht große Zitadellen, dies wird aber wie bei den Amerikanern teilweise wieder wettgemacht, weil die Zitadellen größtenteils unterhalb der Wasserlinien liegen und einige Aufbauten zusätzliche Panzerung besitzen.

Das war es aber auch schon mit den schlechten Nachrichten, hier die guten: Die Kreuzer haben zwar durchschnittliche Ruderstellzeiten, dafür extrem gute Beschleunigungswerte (und eine gute Höchstgeschwindigkeit), was ihnen erlaubt, mit großer Geschwindigkeit zu wenden. Ihre Tarnwerte gehören zu den besten aller Nationen und sie besitzen die Möglichkeit die Verbrauchsmaterialien Reparaturmannschaft (Stellt die TP eines Schiffes durch Reparatur leichter Schäden teilweise wieder her.), Überwachungsradar (Verbessert deutlich die Reichweite der sicheren Erfassung gegnerischer Schiffe, inklusive solcher in einer Nebelwand.) und Nebelerzeuger (Erzeugt eine Nebelwand, welche das Risiko verringert, vom Gegner entdeckt zu werden.) zu benutzen, wovon andere Kreuzer nur träumen können. Dies alles macht sie extrem nützlich.

Ihre Torpedobewaffnung ist größtenteils ausreichend, da sie eine ordentliche Reichweite besitzen und 60 Knoten erreichen. Kapitäne haben die Möglichkeit, Torpedos einzeln abzufeuern oder den ganzen Werfer, dafür können sie nicht zwischen dem breiten und dem schmalen Fächer wählen. Erfahrende Kapitäne nutzen die Agilität und die Werkzeuge dieser Kreuzer, um sich in vorteilhafte Positionen zu bringen und Scharmützel nach ihren Regeln auszutragen.

 

Welche besonderen Merkmale haben die britischen schweren Kreuzer?

  • Ihre Geschütze können großen Schaden pro Salve verursachen, aber sie haben eine relativ geringe Feuerreichweite und eine hohe Geschossflugbahn.
  • Anders als die britischen leichten Kreuzer können die schweren Kreuzer dieser Nation Sprenggranaten einsetzen.
  • Torpedos können einzeln abgeworfen werden.
  • Im Vergleich zu anderen Kreuzern verleiht die robuste Panzerung der zentralen Deckbereiche bei den Schiffen ab Stufe VI den Vertreterinnen dieses neuen Forschungszweigs eine höhere Überlebensfähigkeit.
  • Das effiziente Verbrauchsmaterial „Reparaturmannschaft“ kann 50 % des Zitadellenschadens wiederherstellen. Der Standardwert liegt bei diesem Schiffstyp bei nur 10 %. Statt der normalen 0,5 % stellt die Reparaturmannschaft ab Stufe VIII 2 % der maximalen Schiffs-TP pro Sekunde wieder her.
  • Alle erforschbaren britischen Kreuzer haben die Wahl zwischen den Verbrauchsmaterialien „Hydroakustische Suche“ und „Defensives Fla-Feuer“.

Die Kreuzer IX Drake und X Goliath haben eine noch stärkere Artillerie: Hauptgeschütze mit Kaliber 234 mm und Sprenggranaten, die eine Panzerung von bis zu 58 mm Stärke durchschlagen können. Außerdem kann ihr Verbrauchsmaterial „Reparaturmannschaft“ 60 % des Nicht-Zitadellenschadens wiederherstellen.

 

Stufe

Schiff

Geschütze

Informationen


X

4x3 234 mm/50 Mk XII
Torp: 2x4 533 mm Mk IXM

Ein schwerer Kreuzer mit zwölf Hauptgeschützen, mächtigem Panzerungsschutz und Flugabwehr, die üblicherweise Ende der 1940er von der britischen Marine eingesetzt wurde.

X

5x2 152 mm/50 Mk XXVI
Torp: 4x4 533 mm Mk IXM

Ein Entwurf für einen leichten Kreuzer mit einem stärkeren und ausgefeilten Flugabwehrsystem. Entwickelt nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Kreuzern der Neptun-Klasse. Er trug Mehrzweckgeschütze in modernen Türmen, die eine höhere Feuerrate erlaubten.

IX

3x3 234 mm/50 Mk XII
Torp: 2x4 533 mm Mk IXM

Ein Kriegsschiff, das Ende der 1930er entworfen wurde, um die neuesten deutschen schweren Kreuzer zu kontern. Überlegene Feuerkraft wurde durch 234-mm-Geschütze erreicht.

IX

4x3 152 mm/50 Mk XXV
Torp: 4x4533 mm Mk IXM oder IX

Ein Entwurf für einen leichten Kreuzer auf Grundlage der im Zweiten Weltkrieg gewonnenen Erfahrungen. Im Vergleich zu vorherigen Schiffsklassen der Royal Navy hatte er größere Ausmaße, Mehrzweckgeschütze, sowie verstärkte Flugabwehr- und Torpedobewaffnung.

VIII

4x3 152 mm/50 Mk XXIII

(WIP und Premium) Ein leichter Kreuzer der Edinburgh-Klasse und eines der stärksten Schiffe dieses Typs in der Royal Navy während des Zweiten Weltkriegs. Erhielt mehrere Aufwertungen. Statt Flugabwehr- und Torpedobewaffnung erhielt es verbesserten Torpedoschutz und ein leistungsfähiges Überwachungsradar. Dies stellt die ursprüngliche Belfast mit verbesserten Eigenschaften auf Stufe VIII dar. Das Schiff ist noch nicht im Spiel implementiert.

VIII

4x4 152 mm/50 Mk XXIII
Torp: 2x4 533 mm Mk IXM

(Premiumschiff) Eine Variante des Projekts für einen britischen schweren Kreuzer, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs entwickelt und mit 234-mm-Hauptbatteriegeschützen ausgestattet wurde.

VII

3x3 203 mm/50 BL Mk IX
Torp: 2x4 533 mm Mk IX

Ein Projekt für einen gut geschützten schweren Kreuzer, das kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entworfen wurde. Einer der grundlegenden Unterschiede im Vergleich zu Schiffen früherer Generationen war die Platzierung der Hauptbatteriekanonen in Türmen mit drei Kanonen.

VIII

4x3 152 mm/50 Mk XXIII
Torp: 2x3 533 mm Mk IX

Der stärkste leichte Kreuzer der Royal Navy während des 2. Weltkriegs. Übertraf die meisten anderen Schiffe dieses Typs in puncto Panzerung. Sie übernahm die starken Hauptgeschütze von ihren Vorgängern. Unter den Royal Navy Kreuzern der 1930er Jahre, hatte die Edinburgh stärkere Luftabwehrbewaffnung.

VII

4x3 152 mm/50 Mk XXIII

(Premiumschiff) Ein leichter Kreuzer der Edinburgh-Klasse und eines der stärksten Schiffe dieses Typs in der Royal Navy während des Zweiten Weltkriegs. Erhielt mehrere Aufwertungen. Statt Flugabwehr- und Torpedobewaffnung erhielt es verbesserten Torpedoschutz und ein leistungsfähiges Überwachungsradar.

VII

4x2 203 mm/50 BL Mk VIII
Torp: 2x3 533 mm Mk IX

Der Inbegriff eines Kreuzers der Royal Navy in den 1920er Jahren. Wie bei ihren Vorgängern bestanden die Hauptgeschütze der Surrey aus acht 203-mm-Geschützen in den Türmen, die übereinander versetzt waren. Der Vorteil dieses Projekts war ihre Panzerung, die perfekt zur Macht der Hauptgeschütze passte.

VII

4x3 152 mm/50 Mk XXIII
Torp: 2x3 533 mm Mk IX

Eine Weiterentwicklung eines Mehrzweckkreuzers der Royal Navy. Trotz der von internationalen Abkommen eingeschränkten Verdrängung trug er zahlreiche schnellfeuernde Hauptgeschütze

VI

4x2 203 mm/50 BL Mk VIII
Torp: 2x4 533 mm Mk VII

(Premium) Das Typschiff in der zweiten Reihe der britischen Kreuzer der County-Klasse, die gemäß dem Washingtoner Flottenabkommen mit acht mächtigen 203-mm-Hauptgeschützen bewaffnet wurden. Der Kreuzer wurde während einer umfassenden Modernisierung Ende der 1930er Jahre umgerüstet, wodurch sich das Äußere des Schiffs änderte und seine Flugabwehr verstärkt wurde.

VI

4x2 203 mm/50 BL Mk VIII
Torp: 2x4 533 mm Mk IX

Ein Schiff der London-Klasse, die gemäß dem Washingtoner Flottenabkommen gebaut wurden. Die umfassende Umrüstung aller Kreuzer dieser Klasse am Ende der 1930er und Anfang der 1940er sah Änderungen an der Silhouette des Schiffs und eine merkliche Verstärkung der Panzerung vor.

VI

4x2 152 mm/50 Mk XXI
Torp: 2x4 533 mm Mk VII oder IX

Eine neue Generation leichter Kreuzer, die als Aufklärer in Schwadronen und alleine dienen sollten. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern waren die Hauptgeschütze in Geschütztürmen untergebracht. Das Schiff hatte daneben eine stärkere Flugabwehr und besseren Panzerschutz.

V

3x2 203 mm/50 BL Mk VIII
Torp: 2x3 533 mm Mk IX

(Premiumschiff) Dieses Schiff der York-Klasse war der letzte schwere Kreuzer, der in die Royal Navy aufgenommen wurde. Er hatte relativ bescheidene Abmessungen für diesen Schiffstyp, aber er verfügte über eine ausgewogene Kombination von Geschwindigkeit, Panzerung und Bewaffnung.

V

7x1 190 mm/45 BL Mk VI
Torp: 2x2 533 mm Mk VII

Das wegweisende Schiff, das eine Bahn für eine spätere Klasse schwerer Kreuzer brach. Die Anordnung und Silhouette des Schiffs ähnelte in vielen Hinsichten britischen leichten Kreuzern des Ersten Weltkriegs, doch Hawkins übertraf sie in ihrer Größe und dem Kaliber ihrer Hauptgeschütze.

V

7x1 152 mm/45 CPXIV
Torp: 4x3 533 mm Mk V oder VII

Die fortschrittlichsten britischen leichten Kreuzer des Ersten Weltkriegs. Der starke Antrieb der Schiffe erlaubte hohe Geschwindigkeiten. Die größere Verdrängung half dabei, die Artillerie und Torpedobewaffnung des Kreuzers zu stärken und sie mit Flugzeugen und nötigen Geräten zu versorgen.

IV

6x1 152 mm/45 CPXIV
Torp: 4x3 533 mm Mk II oder V

Entwickelt aus den vorhergehenden Kreuzern der Caledon-Klasse. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern war er größer und hatte stärkere Torpedos. Davon abgesehen hatte die Danae eine stärkere Artillerie.

III

5x1 152 mm/45 PXIII
Torp: 4x2 533 mm Mk II

Dieser leichte Kreuzer sollte Zerstörer unterstützen und Aufklärungsaufgaben übernehmen. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern war dieses Schiff schneller und trug eine starke Torpedobewaffnung.

II

8x1 152 mm/45 PVI

Dieser mittelgroße Kreuzer hatte einen schwachen Panzerschutz, trug jedoch starke Artillerie und war recht schnell. Er wurde als „Handelsschutzkreuzer“ konzipiert und sollte leicht bewaffnete gegnerische Schiffe des gleichen Typs abwehren.

I

3x2 102 mm/45 QF Mk XIX

Die Sloops der Black-Swan-Klasse waren die am zahlreichsten von der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Schiffe, sie eskortierten und bewachten Konvois. Sie hatten eine recht mittelmäßige Geschwindigkeit, übertrafen ihre ausländischen Gegenstücke jedoch in puncto Feuerkraft und Feuerkadenz.