Royal Navy Zerstörer

Die britischen Zerstörer verfügen über eine ganze Reihe von Vorteilen, durch die ihr eure Gegner überraschen und in fast jeder Situation einen Ausweg finden könnt: Rohr-für-Rohr-Torpedoabwurf, eine einzigartige Nebelwand sowie auf höheren Stufen auch die Verbrauchsmaterialien Hydroakustische Suche und Reparaturmannschaft.


 Torpedowerfer

Die Möglichkeit, Torpedos Rohr für Rohr abwerfen zu können, ist eine gemeinsame Eigenschaft aller neuen britischen Zerstörer und Kreuzer. Dass ihr Torpedos auf schmaler Breite und Rohr für Rohr abwerfen könnt, macht euren Kampf gegen andere Schiffe viel effizienter. Steuert beispielsweise ein Gegnerschiff Bug voraus auf euch zu, könnt ihr die Torpedos einen nach dem anderen abwerfen. Das erhöht die Chance, dass die Mehrzahl von ihnen das Ziel trifft. Außerdem liegt es durch das Rohr-für-Rohr-System in eurem Ermessen, wie viele Torpedos ihr auf ein Schiff abwerft und wie viele ihr euch für ein anderes Schiff aufheben möchtet. Drückt zum Nachladen des Torpedowerfers die Taste „F“ (dadurch werden alle entleerten Rohre nachgeladen).

Die Schiffe der Stufen II–V habe eine relativ geringe Torpedoreichweite von nur 6 km, aber sie erhöht sich mit jeder Stufe um einen Kilometer und erreicht mit den Zerstörern Jutland und Daring auf der höchsten Stufe sogar 10 km.


 Nebelerzeuger

Der Nebelerzeuger der britischen Zerstörer weist ziemlich ungewöhnliche Eigenschaften auf: eine kurze Setz- und Wirkungsdauer, die aber durch schnelles Nachladen, eine beeindruckende Anzahl von Ladungen und den großen Abdeckungsbereich mit viel Platz zum Manövrieren gut kompensiert wird. Die Eigenschaften des Verbrauchsmaterials sind im gesamten Forschungszweig von Stufe II bis X die gleichen.

  • Wirkungsdauer des Verbrauchsmaterials: 10 Sekunden
  • Dauer der Nebelwand: 40 Sekunden
  • Ladezeit: 105 Sekunden (70 bei Premium-Verbrauchsmaterial)
  • Anzahl Ladungen: 5 (6 bei Premium-Verbrauchsmaterial)

Dieser einzigartige Nebelerzeuger erlaubt es den Zerstörern nicht, allzu lange auf einer Position zu bleiben, aber er macht sie weniger abhängig von Nebelwänden. Die Zerstörer können sie bei Gefahr verlassen, ohne ihre Effizienz einzubüßen, weil im Handumdrehen die nächste Ladung einsatzbereit ist. Vergesst nicht, dass ihr diese Nebelwände sehr schnell gesetzt werden! Verlangsamt die Fahrt, bevor ihr den Nebelerzeuger aktiviert, damit ihr im Abdeckungsbereich bleibt.


 Hydroakustische Suche

Auch die Eigenschaften der Hydroakustischen Suche sind bei allen erforschbaren britischen Zerstörern gleich. Das Verbrauchsmaterial ist ab Stufe VI verfügbar.

  • Wirkungsdauer des Verbrauchsmaterials: 180 Sekunden
  • Ladezeit: 180 Sekunden (120 bei Premium-Verbrauchsmaterial)
  • Erfassungsreichweite von Schiffen: 3 km
  • Erfassungsreichweite von Torpedos: 3 km
  • Anzahl Ladungen: 2 (3 bei Premium-Verbrauchsmaterial)

Die Erfassung von Torpedos ist der Hauptzweck der Hydroakustischen Suche bei britischen Zerstörern. Ihr erkennt dadurch Gefahren schneller – insbesondere dann, wenn ihr euch in einer Nebelwand befindet. Außerdem könnt ihr euch mit der Hydroakustischen Suche trotz ihrer geringen Schiffserfassungsreichweite an Schiffe in Nebelwänden heranschleichen.


Ein weiterer Vorteil der britischen Zerstörer ist ihre erhöhte Beschleunigung. Ihr könnt bei Kurswechseln fast ohne Geschwindigkeitsverlust manövrieren und in Gefechten rechtzeitig gefährlichen Situationen ausweichen. Die Verbesserung Antriebs-Modifikation 2 ist für britische Zerstörer nicht verfügbar, weil ihr Antrieb bereits über verbesserte Eigenschaften verfügt.

Zusammenfassung: Britische Zerstörer verfügen über eine Vielzahl ganz eigener Charakteristiken. Aber der Schlüssel zum Erfolg liegt in ihrer richtigen Kombination und dem rechtzeitigen Einsatz von Hauptbatterie und Torpedos.

Hier einige weitere Informationen über die hochstufigen Zerstörer in diesem Forschungszweig: Die Jutland mit Stufe IX und die Daring mit Stufe X haben eine sehr hohe Feuerrate aber zugleich auch eine nicht so gute Erkennbarkeitsreichweite für ihre jeweilige Stufe. So eine Kombination erlaubt es leichtsinnigen gegnerischen Zerstörern zu manövrieren und einem Aufeinandertreffen mit den beeindruckenden britischen Schiffen rechtzeitig auszuweichen. Durch ihre kurzen Ladezeiten, ihre Sprenggranaten mit hoher Brandwahrscheinlichkeit beim Ziel und dem verbesserten Aufschlagwinkel ihrer AP-Granaten können die hochstufigen Zerstörer beachtlichen Schaden verursachen. Vergesst nicht, rechtzeitig zwischen Spreng- und AP-Granaten zu wechseln. Diese Schiffe wurden vielleicht als Zerstörerjäger klassifiziert, aber durch ihre relativ geringe Geschwindigkeit können sie dieser Rolle nicht wirklich gerecht werden. In Gefechten gegen Schiffe gleichen Typs solltet ihr euch mehr auf eure Taktik und die gegebenen Vorteile und Verbrauchsmaterialien eures Schiffs verlassen.

Wenn die Jutland oder die Daring durch eine Kollision TP verlieren, können sie durch das Verbrauchsmaterial Reparaturmannschaft den Kampf mit frischer Kraft fortsetzen:

  • Die Regeneration des Rumpfes beträgt bei der erforschbaren Jutland 184 TP pro Sekunde und bei der Daring 208 TP pro Sekunde.
  • Wirkungsdauer des Verbrauchsmaterials: 10 Sekunden
  • Ladezeit 120 Sekunden (80 bei Premium-Verbrauchsmaterial)
  • Anzahl Ladungen: 1 (2 bei Premium-Verbrauchsmaterial)

Das Verbrauchsmaterial unterscheidet sich von der Standardausführung insoweit, dass die britische Reparaturmannschaft die TP zweimal so schnell wiederherstellt. Das ist besonders bei Zusammentreffen mit Schiffen gleichen Typs extrem hilfreich.

Durch die Vorteile der britischen Zerstörer können Spieler die für die jeweilige Situation beste Taktik anwenden. Das kann das Setzen einer Nebelwand sein, um einen strategisch wichtigen Bereich zu halten und mit der Hydroakustischen Suche gegnerische Torpedos aufzuspüren. Oder das kann der Einsatz der Hydroakustischen Suche sein, um einen gegnerischen Zerstörer zu vernichten. Und es kann unter den Blicken der gesamten Gegnerflotte das Setzen einer Nebelwand sein, die ein verbündetes Schiff schützend einhüllt.

Stufe

Schiff

Geschütze

Informationen


X

3x2 113 mm/45 RP 41 Mk VI
Torp: 2x5 533 mm Mk IXM

Die Schiffe der Daring-Klasse waren die letzten und die größten britischen Zerstörer mit Torpedowerfern und Artilleriegeschützen. Ihre Hauptbatterie bestand aus 113-mm-Geschützen, die auf fortschrittliche Doppelfunktionstürme gebaut waren.

IX

2x2 / 1x1 113 mm/45 Mk IV
Torp: 2x5 533 mm Mk IX

Als Kampfklasse-Zerstörer wurden bei ihrer Entwicklung die Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg berücksichtigt. Durch ihre automatischen Flak-Geschütze und die Hauptbatterie, die eine Doppelfunktion erfüllen, verfügt sie über eine sehr starke Flugabwehr.

VIII

4x2 120 mm/45 CPXIX
Torp: 1x4 533 mm Mk IXM

(Premiumschiff) Dieser Zerstörer der berühmten Tribal-Klasse unterschied sich von seinen britischen Artgenossen dieser Zeit durch die schiere Größe und Auslegung auf Artillerie- anstelle Torpedokriegsführung. Zum Zeitpunkt seiner Indienststellung trug er vier Zwilling-120-mm-Lafetten als Hauptbatterie.

VIII

3x2 120 mm/50 QF Mk XI
Torp: 2x4 533 mm Mk IX

Ein L-Klasse-Zerstörer, der als nächster Schritt zur Entwicklung von Schiffen der J-Klasse gilt. Im Vergleich zu ihren Vorgängern hatte die Lightning weniger Torpedowerfer und neue, stärkere 120-mm-Geschütze auf Türmen, deren Design das Feuern auf Flugzeuge ermöglichte.

VII

3x2 120 mm/45 CPXIX
Torp: 2x5 533 mm Mk VII

Die Schiffe der J-Klasse waren die Vorreiter einer neuen Generation britischer Zerstörer. Durch ihre erhöhte Größe konnten sie mit den Zwillingslafetten eine schlagkräftige Artillerie aufnehmen.

VI

4x1 120 mm/45 QF Mk IX
Torp: 2x4 533 mm Mk IX

(Premiumschiff) Einer der britischen G-Klasse-Kreuzer der Zwischenkriegszeit. Das Schiff nahm an der Evakuierung Dünkirchens teil, bei der alliierte Truppen von den Stränden und dem Hafen Dünkirchens gerettet wurden. Auf diesem Schiff wurden insgesamt etwa 1500 Soldaten evakuiert. Am 29. wurde sie bei einem Überfall deutscher Sturzkampfbomber beschädigt, erreichte England aber durch eigene Kraft.

VI

4x1 120 mm/45 QF Mk IX
Torp: 2x4 533 mm Mk V oder VII

Die Icarus ist Teil der letzten Serie (I-Klasse) von „Standard“-Zerstörern der British Navy. Die Schiffe dieser Klasse dienten als Vorlage für den Übergang von Vierlings- zu Fünflingstorpedowerfern.

V

4x1 120 mm/45 QF Mk IX
Torp: 2x4 533 mm Mk V

Als Vertreterin der ersten Serie (A-Klasse) sogenannter „Standard“-Zerstörer der British Navy verfügte sie über sehr ähnliche Eigenschaften und Aufbauten. Im Vergleich zu Schiffen vorangegangener Klassen war sie größer und mit Vierlingstorpedowerfern ausgestattet.

IV

4x1 102/45 Mk V oder 120/45 Mk I
Torp: 2x3 533 mm Mk II

Der W-Klasse-Zerstörer des Admiralty-Projekts war der nächste Entwicklungsschritt zu den Flotillenführern der Klasse-V-Zerstörer. Die Wakeful war mit einem Drillingstorpedowerfer ausgestattet. Ein Teil ihrer Modernisierung umfasste die Verstärkung ihrer Artillerie durch den Wechsel auf 120-mm-Hauptbatteriegeschütze.

III

3x1 102 mm/50 Mk XII
Torp: 2x3 533 mm Mk IV

(Premiumschiff) Das Kriegsschiff gehörte zu einer Reihe in Amerika gebauter „Glattdecker“. Im Jahre 1940 wurde es nach GB überführt. Neben ihrer extrem starken Torpedobewaffnung ist die Campbeltown weiter für ihre hohe Geschwindigkeit bekannt, die für damalige Kriegsschiffe ungewöhnlich war. Dank ihrer unverwechselbaren Anordnung der Torpedowerfer konnte sie schnell Torpedofeuer auf eine Seite konzentrieren.

III

4x1 102 mm/45 Mk V
Torp: 2x2 533 mm Mk II

Die Stufe-V-Flotillenführer bildeten für fast zwei Dekaden eines der Hauptmerkmale der britischen Zerstörer. Die Valkyrie übertraf ihre Vorgänger durch ihre Größe und ihre größere Anzahl vorteilhafter angeordneter Geschütze.

II

3x1 102/40 Mk IV oder 102/45 Mk V
Torp: 2x2 533 mm Mk II

Das eigentlich für die griechische Marine entwickelte Schiff wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Royal Navy zugeteilt. Der Hauptvorteil der Medea gegenüber Schiffen gleichen Typs aus anderen Ländern waren ihre großkalibrigen 533-mm-Torpedos.