ZERSTÖRER DER UDSSR

Russische Zerstörer sind merkwürdig: Sie fühlen sich an, als hätte man die schnell feuernden, mächtigen Kanonen der amerikanischen Rivalen in die beschwerlich langsam-drehenden Türme der Japanischen Zerstörerlinie montiert.

Das war es aber auch schon mit einer Vergleichbarkeit: Russische Zerstörer glänzen mit ihrer Artillerie auf mittlere bis große Entfernung wodurch sie in der Lage sind, Abstand zu ihren Feinden zu halten. Ihre Kanonen übertreffen oft die Reichweite ihrer Amerikanischer Gegner oder halten zumindest mit, dafür haben sie flachere Geschossbahnen und die Granaten eine höhere Geschwindigkeit. Dadurch können sie als Scharfschützen auftreten und sogar die Zitadelle leicht gepanzerter Kreuzer durchschlagen, auch weil sie zuverlässig Breitseiten auf mittlere Distanz feuern können (ihre Amerikanischen Gegenstücke haben damit Probleme).

Die meisten Schiffe dieser Klasse erreichen Geschwindigkeiten bis zu 43 Knoten, was sie zu den schnellsten Schiffen auf ihren Stufen macht. Ihre Manövrierbarkeit und ihre Tarnwerte verbreiten hingegen wenig Glanz; in Verbindung mit ihrer langsamen Turmdrehung haben sie Probleme im Nahkampf mit Amerikanischen Zerstörern.

Ihre Torpedos lassen viele Wünsche offen bis zur Ausbaustufe der „Tashkent“ auf Stufe VIII, weil sie nur eine Effektivreichweite von 4km haben. Auf der höchsten Stufe laufen sie allerdings auch nicht weiter als 10km. Dafür sind sie mit 65-70 Knoten sehr schnell und jeder Zerstörer hat für gewöhnlich 8-10 Torpedorohre zur Verfügung. Tollkühne Kapitäne können damit spektakuläre Hinterhalte legen oder sich Schrotflinten-Duelle liefern (vergesst aber nicht, dass die Torpedos einen gewissen Mindestabstand benötigen, um scharf zu werden).

 

Stufe

Schiff

Geschütze

Informationen


X

3x2 130 mm/58
Torp: 2x5 53-XX

Dieses Schiff, ein Ergebnis des Projekts 40N, sollte ein „großer Zerstörer“ basierend auf den im Zweiten Weltkrieg gewonnenen Erfahrungen werden. Anders als seine Vorgänger war er größer und trug Mehrzweckartillerie, sowie verbesserte Flugabwehrgeschütze.

X

4x2 130 mm/55 
Torp: 2x5 ET-46

Das Schiff wurde als Führer einer Zerstörerflottille konzipiert. Kein Zerstörer der Welt konnte mit ihr in Bezug auf Geschwindigkeit mithalten, während ihre Panzerung und die Stärke ihrer Artillerie mit der von leichten Kreuzern vergleichbar waren. Doppelfunktions-Hauptgeschütze und eine Batterie automatischer AA-Geschütze sorgten für eine starke AA-Verteidigung.

IX

3x3 406 mm/50 B-37

(Premiumschiff) Der erste Zerstörer der UdSSR-Marine, der nach dem Zweiten Weltkrieg entworfen und gebaut wurde (Projekt 41). Bei der Konstruktion des Schiffes wurde eine Reihe innovativer Lösungen eingesetzt, darunter die fortschrittlichsten Torpedorohre und die neuesten Artillerielafetten, die sowohl als Mehrzweck-Hauptbatterie wie auch zur Luftabwehr dienten.

IX

3x2 130 mm/50 /55
Torp: 3x3 53-XX

Ein Führer der Zerstörerflottille hatte die Aufgabe, weiträumige Aufklärungsaufgaben innerhalb der Geschwader zu übernehmen und die Torpedoangriffe der Zerstörer zu unterstützen. Sie wurde in Italien für die U.S.S.R. Navy gebaut (Projekt 20I). Während des Zweiten Weltkriegs war sie eines der schnellsten Kriegsschiffe der Welt und das größte Schiff dieses Typs.

IX

3x2 130 mm/55
Torp: 3x3 53-XX

Die fortschrittlichsten sowjetischen Zerstörer, die vor 1941 entwickelt wurden (Projekt 35). Die Udaloi war groß und konnte mit einer für ihren Schiffstyp hohen Geschwindigkeit fahren. Sie übertraf ihre ausländischen Gegenstücke in Hinblick auf Feuerkraft der Hauptgeschütze.

VIII

3x2 130 mm/55
Torp: 2x5 53-XX

Der Entwurf für den Leiter einer Zerstörerflottille, die im Rahmen des Programms "Große Flotte" (Projekt 48) geschaffen wurde. Das Schiff wurde aus den ersten sowjetischen Zerstörerführern der Leningrader Klasse entwickelt. Unter den Schiffen desselben Typs verfügte sie über eine starke Bewaffnung und eine sehr hohe Geschwindigkeit.

VIII

3x2 130 mm/50  /55
Torp: 2x3 53-XX

Dieses Schiff war eine Weiterentwicklung der Gnewnij-Zerstörer mit größerer Verdrängung. Anders als seine Vorgänger trug es fortschrittlichere Hauptgeschütze in Zwillingstürmen

VII

3x2 130 mm/50
Torp: 2x4 53-XX

(Premiumschiff) Das erste größere Kriegsschiff, das vollständig in der UdSSR entwickelt und gebaut wurde. Das Schiff war berühmt für seine starke Artillerie und die hohe Geschwindigkeit. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Flugabwehr verbessert.

VII

3x2 130 mm/50
Torp: 2x4 53-XX

Dieses Schiff wurde als Teil einer Serie von sowjetischen Zerstörerflottillenführern im Rahmen des Projekts 38 entwickelt. Es wurde als abgeänderte Version des Zerstörerführers Leningrad gebaut und behielt Besonderheiten wie die starke Artillerie und hohe Geschwindigkeit.

VI

3x2 130 mm/50
Torp: 2x3 53-XX

Die Gnewnij war der erste Zerstörer einer Serie, die in der UdSSR gebaut wurde (Projekt 7). Sie hatte gute Leistungsmerkmale und war sehr schnell. Sie übertraf die meisten ausländischen Zerstörer in puncto Feuerkraft der Artillerie.

V

3x2 130 mm/50
Torp: 3x3 45-XX

Dies war eine Variante des Projekts „Ostsee-Panzerkreuzer“, die über 356-mm-Geschütze verfügte (Projekt 707). Bemerkenswert waren die hohe Geschwindigkeit und die Türme der Hauptbatterie, von denen in gestaffelter Anordnung zwei nach vorne und zwei nach achtern gerichtet sind.

V

4x3 305 mm/52 Modell 07

Einer der Entwürfe für die ersten Führer der Zerstörerflottille in der U.S.S.R. Im Gegensatz zu Zerstörern, die in der vorrevolutionären Zeit gebaut wurden, hatte dieses Schiff größere Abmessungen, eine höhere Geschwindigkeit und eine leistungsfähigere Artillerie. Abgesehen davon trug es Torpedos eines größeren Kaliber

V

3x2 130 mm/50
Torp: 2x3 53-XX

(Premiumschiff) Das Schiff war im Allgemeinen erfolgreich und kombinierte Geschwindigkeit, recht gute Torpedobewaffnung und sehr starke Artillerie. Die Hauptgeschütze des Zerstörers übertrafen die meisten ausländischen Gegenstücke bei Feuerkraft und Reichweite. Schwache Luftabwehr war ein Nachteil ihrer Bauart.

IV

5x1 102 mm/60
Torp: 3x3 Modell 1910/12

Entwickelt aus den Zerstörern der berühmten Nowik-Klasse war die Isjaslaw einer der größten und stärksten Zerstörer der russischen Marine. Verglichen mit ihren Vorgängern war sie mit einer stärkeren Artillerie bewaffnet. Die Isjaslaw wurde in puncto Torpedo-Kaliber von gleichaltrigen Zerstörern ausländischer Produktion übertroffen, was teilweise durch die Anzahl an Torpedos kompensiert wurde, die bei einer Breitseite abgefeuert werden konnten.

III

3x1 102 mm/60
Torp: 5x2 Modell 1910

Das Schiff gehörte zur ersten Reihe russischer Zerstörer, die mit Turbinen ausgestattet waren. Die Derzki hatte dank ihrer hohen Geschwindigkeit gepaart mit verhältnismäßig großen Abmessungen für ihre Zeit, eine gute Überlebensfähigkeit. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war sie unangefochten in Hinblick auf die Anzahl der Torpedos, die bei einer Breitseite abgefeuert werden konnten.

II

3x1 102 mm/60
Torp: 3x2 Modell 1908 / 10

Entwickelt als Zerstörer „mittlerer Tonnage“ sollte das Schiff eine große Bandbreite an Aufgaben übernehmen, von Aufklärungsoperationen und Torpedoangriffen zu Artillerieangriffen auf feindliche Schiffe. Dank des fortschrittlichen Antriebs konnte sie eine sehr hohe Geschwindigkeit erreichen.